Professionals mit Cloud-Skills sind gesucht

Feste Größe bei SAP-Anwenderunternehmen

5. Juli 2021 // 3 min Lesezeit

91 Prozent der befragten DSAG-Mitglieder halten laut einer Umfrage den Einsatz von Cloud-Anwendungen in ihrem Haus generell für möglich. Als Hindernisse gelten Themen wie Datenschutz und -sicherheit. Gleiches gilt für die Integration mit Drittanwendungen wie etwa CAD-Anwendungen (Computer-Aided-Design). Von den Unternehmen, die Cloud-Lösungen bereits einsetzen, nutzen 63 Prozent Cloud-Dienste wie SAP Ariba, SAP SuccessFactors, SAP S/4HANA Cloud oder die Business Technology Platform (früher SAP Cloud Platform).

Die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe DSAG hat im März 2021 eine Online-Umfrage zum Stimmungsbild bezüglich der Cloud-Thematik aus kommerzieller Sicht durchgeführt. 165 CIOs, Führungskräfte von Competence Centern und VertreterInnen von DSAG-Mitgliedsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen an der Umfrage teil. 38 Prozent der Befragten kommen aus Unternehmen mit einer Größe zwischen 500 bis 2.500 Mitarbeitern.

Preise transparent. Metriken problematisch.

In Bezug auf die Transparenz der Preisgestaltung zeichnet die Studie jedoch ein uneinheitliches Bild: 55 Prozent der Befragten bewerten die Preisgestaltung, also Aufbau, Preis- und Konditionenliste, als transparent. 45 Prozent der Befragten empfinden sie als weniger bis überhaupt nicht transparent. „Das Ergebnis zeigt, wie wichtig für die Kunden der einfache Zugang zu den Cloud-Diensten und deren Preis- und Leistungsbeschreibungen ist“, erläutert Thomas Henzler, DSAG-Fachvorstand Lizenzen und Wartung. Angesichts der Vielzahl an unterschiedlichen Metriken in den Produkten und der Abhängigkeiten von Cloud-Services untereinander sowie der zunehmenden Durchdringung der Unternehmen mit Cloud-Lösungen werde dies künftig sehr wichtig. Nötig sei zudem eine Vorhersage-Analyse für die nutzungsbasierten Kosten.

Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) kritisiert, dass sie in den angebotenen Metriken (beispielsweise Anzahl Kontakte, Umsatz, Dokumente oder Server-Ressourcen wie Hot Storage für SAP BW/4HANA) ausschließlich Modelle finden, die für ihr Unternehmen nur wenig oder gar nicht passen. „Einen Grund für die Unzufriedenheit der DSAG-Mitglieder sehe ich in den sehr komplexen und teilweise undurchsichtigen Metriken und Verträgen“, erläutert Henzler.“ Hier solle die SAP nachlegen: „Verlässlichkeit und eine klare Roadmap sind deshalb wichtig. ‚Pay-as-you-go‘, auf Basis eines Cloud-Platform-Enterprise-Agreements ist eine gute Idee. Die Grundlage dafür müssen jedoch Produkte mit Metriken sein, bei denen es möglich ist, klein einzusteigen und die in beide Richtungen atmen.“ Darüber hinaus sollte es laut DSAG ein derartiges Enterprise Agreement sämtliche Cloud Solutions geben, um das Vertragswesen zu verschlanken. Sein Guthaben sollte der Kunde flexibel durch das SAP-Produktportfolio nutzen können.

Einstiegshürden sind vielen Unternehmen zu hoch

Mit der Möglichkeit der Vertragsanpassungen in Sachen bei der Nutzerskalierung oder Server-Ressourcen zeigen sich 37 Prozent der Befragten zufrieden. 63 Prozent sind eher negativ eingestellt. Den Überblick über ihre subskribierten Cloud-Dienste in Bezug auf Kostentransparenz, Vertragslaufzeit, Änderungen an Services schätzen 65 Prozent eher positiv ein. „Die mehr als zwei Drittel, die insgesamt eher unzufrieden sind, bemängeln unter anderem, dass die Metriken nur nach oben wachsen können, und die Einstiegshürden oftmals zu hoch sind“, berichtet Henzler. „Der Wunsch nach kleinen Schritten ist weit verbreitet. Wo es Sinn macht, dynamisch zu skalieren, muss von Produkt zu Produkt bewertet werden.“ Am Ende sollten die Kunden entscheiden können, ob sie sich für bessere Konditionen über längere Zeit zur Abnahme bestimmter Dienste verpflichten, oder ob sie es vorziehen, Dienste beziehungsweise einzelne Lizenzen auch kurzfristig reduzieren zu können.

Professionelle Vermittlung beschleunigt die Karriere

Insgesamt  gesehen, lässt sich feststellen, dass der Einsatz von Cloud-Produkten bei SAP-Anwendern in allen Branchen und Unternehmensgrößen zu einer festen Größe gewachsen ist. Wer als SAP-Professional über einschlägige Erfahrung verfügt, findet im SAP Job-Matching-Portal eine große Auswahl aktueller Stellen. Wechselwillige Interessenten können dort ihr Profil einstellen und in wenigen Minuten den Arbeitsmarkt sondieren. Die auf SAP spezialisierten Personalberaterinnen und -berater von duerenhoff stehen im Kontakt mit rund 3500 Unternehmen und wissen daher genau, wo gerade Cloud-Projekte anstehen. Die Unternehmen bekommen ihre Fachkräfte schneller, gleichzeitig wird darauf geachtet, dass SAP-Professionals und Unternehmenskultur zusammen passen. Jährlich werden über 500 SAP-Professionals via duerenhoff vermittelt. Die Cloud-Skills spielen dabei zunehmend eine wichtige Rolle.

Bild: Yehor Litsov on Unsplash


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