SAP-Chef Christian Klein definiert Vielfalt als Unternehmensziel

SAP setzt sich eine Frauenquote

19. Februar 2021 // 2 min Lesezeit

SAP-CEO Klein erklärt die Themen Chancengleichheit und Diversity zur Chefsache. Aktuell würden zu wenig Frauen in Führungspositionen arbeiten, betont er in einem Interview mit dem Manager Magazin. Darum hält er ein Quotenziel für angebracht. Laut Klein beträgt der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft rund 33 Prozent. Der Anteil an Frauen im Management liegt bei 27,5 Prozent. Vor diesem Hintergrund erklärt Klein zum Thema Quote: „Solche Maßnahmen sind hilfreich, um auch unbewusste Voreingenommenheit zu durchbrechen. Solange es Ungleichgewichte gibt, müssen wir die auch in den Fokus stellen. Und es ist meine Aufgabe, das vorzuleben.“

Frauen in der IT: eine offene Baustelle

Klein hatte das Thema nochmals öffentlich angesprochen, weil er sich kürzlich auf der Präsentation „Rise with SAP“ wenig konkret ausgedrückt hatte. Der Handlungsbedarf ist offensichtlich. Das gilt für die gesamte IT-Branche. Laut Digitalverband Bitkom lag der Frauenanteil in der IT im Jahr 2019 bei etwa 17 Prozent – und ist damit bereits stark angestiegen. Die Entwicklung ist zwar positiv, aber nicht schnell genug. Ein einigermaßen ausgeglichenes Verhältnis ist noch nicht in Sichtweite.

Leistung zählt – und gezielte Förderung

Um unbewusste Voreingenommenheit zu durchbrechen, leisten Personalberatungen wichtige Beiträge. Als SAP-spezialisierte Beratung hat duerenhoff das Thema ebenfalls ganz oben auf der Agenda. duerenhoff-Chef Martin Lange erklärt unmissverständlich: „Die Leistung zählt. Und nicht das Geschlecht. Unsere Vermittlungsquote liegt stets ein paar Prozentpunkte über dem aktuellen Anteil von Frauen in der IT-Branche, aber mir ist das bei weitem zu wenig.“ Lange betont, dass der Nachholbedarf enorm sei. Vor allem in Führungspositionen.

Frauenquote bei duerenhoff

Der duerenhoff-Chef ist überzeugt davon, dass sich das Hinzuziehen einer Personalberatung positiv auf die Karrierechancen von Frauen auswirkt. Darum kehrt duerenhoff vor seiner eigenen Haustüre sehr gründlich. „Wer sich für Frauen in der IT einsetzt, sollte selbst vorangehen.“ Davon ist Lange überzeugt. Bei den Führungskräften hat die Personalberatung ein ausgeglichenes Verhältnis von 50:50. Im gesamten Unternehmen sind sogar mehr Frauen als Männer beschäftigt. Die Frauenquote insgesamt beträgt 56 Prozent. Wäre schön, wenn es normal wäre.

Bild: SAP AG


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