Tipps und Tricks vom Mentaltrainer

Stressfragen im Vorstellungsgespräch: So antworten Sie mit einem Lächeln

27. Februar 2020 // 3 min Lesezeit

Manchmal werden sie eben doch gestellt: Stressfragen. In einzelnen Fällen sogar aus purer Absicht. Ihr Gesprächspartner möchte Sie aus der Reserve locken und herausfinden, wie Sie sich in stresshaften Situationen verhalten, tiefer gehende Einblicke in Ihre Persönlichkeit gewinnen und Ungereimtheiten in Ihrer Vita klären.

Training zahl sich aus

Wer sich intensiv auf solche Fragen vorbereitet, erhöht seine Stress-Bewältigungs-Kompetenz nicht nur in Vorstellungsgesprächen, sondern insgesamt.

Setzen Sie sich für den Umgang mit provozierenden Fragen ein ehrgeiziges Ziel: Sich nicht provozieren lassen, sondern sicher, souverän und mit Spaß auf die Fragen  reagieren. Dazu müssen Sie sich auf stressige Fragen so vorbereiten, dass Ihnen nicht erst nach dem Termin eine gute Antwort einfällt, sondern Sie diese schon vorher parat haben.

Die gute Nachricht: Vorbereitung ist alles. In diesem Blogbeitrag wird das Brainstorming behandelt. Darüber hinaus finden Sie Beispiele zu guten Antworten auf allzu persönliche Fragen.

1. Brainstorming

Treffen Sie sich mit Freunden zum Brainstorming: Wie geht man mit provokanten Fragen um? Solche Gespräche erweitern den Horizont und haben obendrein noch einen großen Pluspunkt: Sie machen Spaß.

Regel 1: Keine Diskussion über die Berechtigung und Frechheit solcher Fragen. Regel 2: Jede Antwort ist willkommen, auch wenn sie das Aus für Ihre Bewerbung bedeuten würde.

Achten Sie bei Ihren Mitstormern nicht nur darauf, welche Antworten gut sind. Genauso wichtig ist es, wie sie präsentiert werden. Werden Sie im Vorstellungsgespräch gefragt: „Was war bislang  der größte Fehler in Ihrem Leben?“, könnte die Antwort lauten: „Möchten Sie wirklich die ganze Geschichte meiner ersten großen Liebe hören?“  Vielleicht war dieses Thema für Sie bislang bedrückend. Aber ein Freund präsentiert diese Antwort grinsend und mit einem Augenzwinkern. Und Ihnen wird klar: So erzählt es sich viel besser. Eine gute Liste mit Stressfragen, die Sie fürs Brainstorming nützen könnten, finden Sie finden Sie bei der Karrierebibel.

2. Gute Antworten auf allzu persönliche Fragen

Was sind Ihre persönlichen Geheimnisse?

Tipp 1: Man muss nicht jede Frage inhaltlich beantworten. Bei den persönlichen Geheimnissen könnte die Antwort lauten: „Das sind alles Geschichten, bei denen ich versprochen habe, sie niemand weiter zu erzählen. Und daran halte ich mich. Sorry.“

Welche Frage möchten Sie nicht gestellt bekommen?

Tipp 2: Überschreiten Sie den beruflichen Rahmen. Zum Beispiel so: „Ich möchte in absehbarer Zeit nicht von Petrus gefragt werden, auf welcher Wolke ich am liebsten sitzen würde.“

Mit welchen Menschen kommen Sie überhaupt nicht zurecht?

Tipp 3: Machen Sie es sich einfach. Diese Antwort ist schlicht und klar: „Ich komme am wenigsten mit Schlägern, Betrügern und Mördern zurecht.“

Welche positiven Eigenschaften fehlen Ihnen?

Tipp 4: Provozieren Sie den Personaler ruhig zu einer Nachfrage. Etwa so: „Ein Freund hatte den Mut, nur mit Rucksack und ohne klares Ziel auf Weltreise zu gehen. Ich leider nicht.“ Eine Nachfrage des Personalers könnte sein „Sie möchten also gerne auch so eine Weltreise machen?“ Ihre Antwort „Ja, aber im Urlaub.“

Was sind Ihre Laster?

Tipp 5: Zeigen Sie, dass Sie Humor haben. Vielleicht ist diese Antwort eine passende Idee: „Ich schaue mir jedes Jahr an Weihnachten alle Sissi-Filme an, weine vor Rührung, bleibe den ganzen Tag im Schlafanzug und ernähre mich von Süßigkeiten.“

Redaktioneller Hinweis: Dr. Dieter Bähr entwickelt in Kürze weitere gute Antworten auf Stressfragen. Im Moment befindet er sich noch im Brainstorming.

Bildhinweis: Danke an Amy Hirschi on Unsplash


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