Fachkräftemangel behindert die Migration bei SAP-Logistikmodulen

SAP-Jobs: Große Chancen bei Logistikmodulen

25. November 2021 // 4 min Lesezeit

Auf Unregelmäßigkeiten im Ablauf ihrer Geschäftsprozesse müssen sich Unternehmen künftig einstellen. Alleine schon wegen unterbrochener Lieferketten und der anhaltenden Verknappungen an Bauteilen wie Mikrochips. Eine IT-gestützte Logistikplanung bleibt daher unverzichtbar. SAP bietet aktuell zwei Systeme für die Planung der Supply Chain an. SAP Advanced Planning and Optimization – kurz SAP APO – ist seit Jahren ist bei vielen Unternehmen im Einsatz. Insbesondere bei sehr großen Supply Chains und komplexen Anforderungen von der Absatzplanung bis zur Transportplanung ermöglicht die stabile technische Basis zusammen mit den umfangreichen Möglichkeiten der Zusatzprogrammierungen eine verlässliche Implementierung.

Im Zuge der technischen Neuerungen der SAP HANA Plattform und dem Bedarf nach Cloud Lösungen ist in den vergangenen Jahren ein neues leistungsstarkes Tool entstanden, das die bewährten Funktionen von SAP APO aufgreift und um eine Vielzahl neuer Möglichkeiten bereichert: SAP Integrated Business Planning – kurz SAP IBP. Mit der Optimierung des Forecasts im Kurzfristhorizont (Demand Sensing), hoher Performance, integrierten Finanzkennzahlen vielfältigen Simulationsmöglichkeiten, konfigurierbaren Dashboards und Echtzeitvisualisierung revolutioniert SAP IBP nicht nur die Arbeit der Planer. SAP IBP bindet darüber hinaus weitere Stakeholder in die Planung ein.

SAP IBP: Cloud-basiertes Machine Learning in Echtzeit

SAP Integrated Business Planning (SAP IBP) ist das State-of-the-Art Tool in der SAP Welt für die Planung einer Supply Chain. Die Cloud-basierte Lösung kombiniert klassische Planung mit Vorhersagen auf Basis von Machine Learning. Neben einer mengenorientierten Planung berücksichtigt diese Lösung Finanzkennzahlen. Mit SAP IBP optimieren Unternehmen ihre Supply Chain auf Basis von Real-Time Daten, und zwar von den Lieferanten über die Produktion und das eigene Netzwerk bis hin zu den Endkunden. Funktionalitäten wie Demand Sensing und Sicherheitsbestandsplanung erweitern die Planungsoptionen und stellen den Überblick über die komplette Supply Chain sicher.

SAP IBP besteht aus fünf Modulen, die sich in Kombination oder auch einzeln einsetzen lassen: SAP IBP for Sales & Operations, SAP IBP for Demand, SAP IBP for Inventory, SAP IBP für Response and Supply und den Supply Chain Control Tower. Mit SAP IBP for Sales & Operations treffen Unternehmen kooperative Entscheidungen entlang ihrer Supply Chain. Die Vertriebs- und Betriebspläne werden mit Unternehmensziele wie Umsatzwachstum, Marktanteil und Deckungsbeitrag abgeglichen und ausbalanciert. SAP IBP for Demand ist das Modul für die übergreifende Absatzplanung. Es basiert auf der In-Memory-Datenbank SAP HANA und integriert Microsoft Excel als Frontend. SAP IBP for Inventory optimiert die Bestände und bringt dabei die Angebots- und Nachfrageseite in Einklang. Mit dem auftragsbasierten Modul SAP IBP for Response and Supply gleichen Unternehmen auf Basis fortgeschrittener Heuristik Forecast, Aufträge und Zielbestände über alle Fertigungsstufen ab. Mit dem Supply Chain Control Tower analysieren Logistik-Experten die Performance und Profilabilität ihrer Supply Chain in Echtzeit. Durch die Transparenz über mehrere IT-Systeme hinweg erkennen sie potenzielle Probleme bereits im Frühstadium.

Support-Ende von SAP APO erzwingt Migration auf SAP IPB

Der Support für SAP Advanced Planning and Optimization läuft bis zum Jahr 2027 und stellt sicher, dass diese Applikation bis zu ihrem Auslaufen gut funktioniert. Bei der Entwicklung neuer Features und Algorithmen liegt der strategische Fokus der SAP klar auf SAP Integrated Bussiness Planning. Diese Cloud-Lösung erhält alle Monate ein Upgrade, das nicht nur Hotfixes, sondern auch neue Funktionen umfasst. Unternehmen, die bei ihrer Logistiksteuerung von der aktuellsten Technologie profitieren wollen, wechseln also möglichst schnell auf SAP IBP.

Ein weiterer Vorteil einer zügigen Migration ist die bessere Verfügbarkeit von SAP-Beratern, die Unternehmen bei einem derartigen Projekt unterstützen. Viele Mittelständler mit kleineren Installationen von APO gehen davon aus, dass sie mit der Modernisierung bis kurz vor dem Ablauf warten können. Das birgt aber ein Risiko, wie Georg Klinger, Senior SCM-Architekt beim SAP-Partner Consilio in einer Titelgeschichte des SAP-Fachmagazins E-3 warnt: „Wir rechnen damit, dass es dann zu einer kaum noch zu bewältigenden Welle an Migrationsprojekten kommen wird, und empfehlen daher dringend, dass die Unternehmen möglichst früh handeln.“

SAP Jobmatching bringt die Karriere nach vorne

Für SAP-Spezialistinnen und Spezialisten, die ihre Kenntnisse in Sachen Logistikplanung und -steuerung pflegen, ist der steigende Bedarf an Fachkräften eine positive Nachricht: Sie finden einen weit offenen Arbeitsmarkt, weil ihre Qualifikationen künftig noch stärker als bisher gefragt sind. Wechselwillige Kandidatinnen und Kandidaten, die den nächsten Karriereschritt gehen wollen, haben im SAP Job Matching von duerenhoff die beste Anlaufstelle. Sie bekommen dort ohne langwieriges Suchen die interessantesten und lukrativsten Positionen vermittelt. Auch die Unternehmen profitieren von den erfahrenen Personalberaterinnen und Personalberatern von duerenhoff: sie bekommen ihre SAP-Fachkräfte schneller, und gleichzeitig passen diese auch kulturell besser. So können sie ihr Team für die Migration in die neue SAP-Welt zielgerichtet aufbauen. 

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