Heißer Tipp für SAP-Fachkräfte beim Jobwechsel

Vorstellungsgespräch: Sie stellen die Fragen

Bei der Vorbereitung eines Bewerbungsgespräches sollte man sich nur um Antworten kümmern. Mentaltrainer Dr. Dieter Bähr empfiehlt hingegen die eigenen Fragen in den Mittelpunkt zu stellen.

26. Mai 2020 // 2 min Lesezeit

Haben Sie den Perspektivwechsel vollzogen, wie in Teil 1 empfohlen? Dann verlängern wir nun die Liste der Fragen, mit denen Sie herausfinden, ob das Unternehmen zu Ihnen passt. Zuerst werfen wir jedoch einen Blick auf die unverfängliche Gesprächseröffnung. 

Smalltalk

Setzen Sie im Gespräch den ersten Akzent. Das spricht für Ihre kommunikative Kompetenz. Sagen Sie etwas Positives über das Unternehmen. Es gibt immer etwas, das einen ersten positiven Eindruck hinterlässt. Sonst sollten Sie es sich mit der Bewerbung nochmals überlegen. Sie können einsteigen mit „Ich wurde sehr freundlich empfangen. Ich schätze so etwas sehr.“ „Sie pflegen hier einen sehr individuellen Kleidungsstil. Das gefällt mir.“ Oder  „Ich bin beeindruckt von der Architektur. Live macht sie sogar einen noch größeren Eindruck als auf der Homepage.“

Fragen, die Sie an das Unternehmen stellen könnten

 

Zum Beispiel zum Alter

Sie haben im Laufe der Jahre viele Erfahrungen gesammelt. Sie sind nicht nur fachlich fit, sondern verfügen auch über soziale, strategische und persönliche Kompetenzen. 

  • In welcher Form werde ich meine vielfältigen Fähigkeiten einbringen können?
  • Welche meiner Kompetenzen sind für Sie von besonderer Bedeutung?
  • Welche Befürchtungen verbinden Sie mit älteren Mitarbeitern?

 

Zum Beispiel zu Wechsel und Wandel

Arbeitgeber und Berufe zu wechseln ist kein Makel, sondern Sie haben in verschiedenen Branchen gearbeitet, um einen umfassenderen Blick in die Arbeitswelt zu gewinnen. Zudem wollten Sie herausfinden, welche Ihrer Interessen und Begabungen sich durchsetzen werden. Sie sind also flexibel, offen und selbstkritisch.

  • Wir befinden uns heute in einer Zeit des extrem schnellen Wandels: Wie geht Ihr Unternehmen damit um? 
  • Wie gehen Sie als Unternehmen die digitale Transformation an?
  • Über welche Kompetenzen verfügt Ihr Unternehmen, um einen schnellen Wandel (Disruptionen) auch vollziehen zu können?

 

Zum Beispiel zu Lücken

Sie haben nicht ununterbrochen einen Beruf ausgeübt, sondern die Zwischenzeiten für mindestens genauso Wichtiges genutzt.

  • Ich habe irgendwann gemerkt, dass meine persönliche Entwicklung in die falsche Richtung läuft. Ich brauchte Zeit und Kraft zur Neuorientierung. Und die Auszeit hat sich gelohnt. Wie geht Ihr Unternehmen mit sich abzeichnenden bzw. vorhandenen Fehlentwicklungen um?
  • Ich habe während dieser Zeit Anderen Gutes getan (Eltern, Partner, soziale Projekte). Wie unterstützen Sie soziales Engagement? Welche Initiativen gehen von Ihnen aus?
  • Ich bin Mutter/Vater. Was tun Sie für Eltern?

 

Zum Beispiel zu Schwächen und Stärken

  • Worauf sind Sie in Ihrem Unternehmen besonders stolz? Was sollte Ihrer Meinung nach verbessert werden?
  • Was zeichnet Ihr Unternehmen besonders aus? Worin ist Ihnen die Konkurrenz überlegen?

 

Und hier drei Ideen zum persönlichen Bereich

  • Wie verläuft bei Ihnen der Onboarding-Prozess?
  • Wie sehen meine Entwicklungsmöglichkeiten aus?
  • Wie können Sie mich unterstützen bei Wohnungssuche, Homeoffice  , …

 


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