SAP-Fachkräfte bleiben vom Kurssturz unberührt

Wenn die Börse lügt

27. Oktober 2020 // 3 min Lesezeit

Die Aktienmärkte schockiert hat SAP-CEO Christian Klein in der vorletzten Oktoberwoche, als er nach einem durchwachsenen dritten Quartal den Ausblick für das laufende Jahr senkte. Binnen Minuten ist der Aktienkurs um fast 21 Prozent gefallen. Nach dem größten Kurssturz seit fast 22 Jahren sorgen sich manche SAP-Fachkräfte nun um ihre Karriere. Ein nüchterner Blick zeigt, dass diese Sorge unbegründet ist.

Die Börse ist kein Indikator für die Realwirtschaft

Die Börse hat sich längst von der Realwirtschaft entkoppelt. Bereits Ende Juni hatte der Dax mit einem Sprung über die Marke von 13.000 Zählern die Corona-Krise praktisch für beendet erklärt. Ohne, dass sich die Wirtschaftsdaten fundamental verbessert hatten. So nebulös wie der damalige Höhenflug erscheint aktuell der scharfe Einbruch des SAP-Aktienkurses. Wie immer ist es ratsam, einen Schritt zurückzutreten und sich nicht von aktuellen Stimmungen leiten zu lassen. Das gilt gerade dann, wenn die Börse in den Panikmodus schaltet.

Im SAP-Business sind die Perspektiven positiv

Die Aktionen rund um SAP-Systeme sind in den allermeisten Unternehmen intakt. Business-Treiber der kommenden Jahre ist die Migration auf SAP S/4HANA, den Nachfolger der Business Suite, die noch immer in vielen Unternehmen im Einsatz ist. Mit der Zusage, die Wartung für die Business Suite um fünf bis 2030 zu verlängern, hat SAP den Unternehmen eine Atempause verschafft. Niemand kann es sich allerdings leisten, auf diese Migration zu verzichten.

Die meisten Migrationspläne bleiben intakt

Die Unternehmen haben erkannt, wie wichtig moderne und aktuelle Business-Software ist. Bereits im Februar hatte die SAP-Benutzervereinigung DSAG in ihrer alljährlichen Investitionsumfrage verkündet, dass die Unternehmen in SAP S/4HANA inzwischen mehr investieren als in die Business Suite. Im August zeigte eine aktualisierte Umfrage, dass die Corona-Pandemie diesem Trend wenig anhaben kann: 70 Prozent der DSAG-Mitglieder setzen SAP S/4HANA ein oder wollen dies bald tun. 12 Prozent haben diese Lösung bereits live gesetzt. Bei 69 Prozent der Mitglieder hat der Nachfolger der Business Suite einen festen Platz in der Zukunftsplanung. Der Wermutstropfen dabei: Unternehmen, denen es aktuell finanziell sehr schlecht geht, schieben ihre Migrationspläne oder sagen sie im Einzelfall ganz ab.

SAP-Spezialisten haben eine sehr große Auswahl

Ein Blick auf das große Ganze zeigt, dass SAP-Fachkräfte künftig keineswegs die Arbeit ausgeht. Intakt bleiben auch die Karriereaussichten. Wer perspektivisch denkt, und seine aktuelle Position verbessern möchte, der findet nach wie vor ein riesiges Stellenangebot vor. Die Job-Matching-Plattform duerenhoff Now erleichtert den Überblick, weil damit das ehemals aufwändige Klicken durch eine Vielzahl angebotener Positionen entfällt. Stattdessen nennen die SAP-Fachkräfte ihre Erfahrungen und ihre Präferenzen und bekommen dann ausschließlich Angebote, die gut für sie passen.

Personalberater ebnen den Karrierepfad

Die Zusammenarbeit mit der Personalberatung duerenhoff macht sich bezahlt: Kandidatinnen und Kandidaten sprechen mit echten Insidern im SAP-Arbeitsmarkt. Die Personalberater fragen ab, in welchem Umfeld ein Bewerber am liebsten arbeitet und ermitteln, ob er sich eher für ein mittelständisches oder für ein großes Unternehmen eignet. Sie moderieren den Prozess der Bewerbung und Einstellung und machen Dinge möglich, die auf dem direkten Weg nicht zu erreichen wären. Die Unternehmen wiederum bekommen ihre SAP-Fachkräfte schneller, gleichzeitig passen diese auch kulturell besser.

Foto: Martin Ceralde on Unsplash


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